„Streitende sollten wissen, dass nie einer ganz recht hat und der andere ganz unrecht“. (Kurt Tucholsky)
Mediation bedeutet Vermittlung und ist ein äußerst effektives Modell zur außergerichtlichen Konfliktlösung.
Ziel der Mediation ist es, dass die Konfliktparteien unter Anleitung einer Mediatorin/eines Mediators selbst Lösungen entwickeln, die für beide Seiten gewinnbringend sind. Alle Konfliktpartner sollen einen Nutzen aus den gefundenen Lösungen ziehen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind bestimmte Regeln und Rahmenbedingungen notwendig, die im Folgenden genauer definiert werden.
Die größten Vorteile der Mediation sind die Kosten- und Zeitersparnis.
Aufgaben der KlientInnen
Freiwilligkeit:
Mediation kann nur erfolgen, wenn alle Parteien freiwillig am Prozess teilnehmen, immer unter dem Hinweis, dass die Verhandlungen auch von allen jederzeit beendet werden können.
Eigenverantwortlichkeit:
Jeder nimmt in den Verhandlungen seine Interessen und Bedürfnisse selbst wahr und vertritt sie.
Fairness:
Die grundlegenden Regeln des Prozesses, bei dem die eigenen und die Bedürfnisse der anderen geachtet werden, sind Zuhören und den anderen ausreden zu lassen Die Verhandlungen richten sich in die Zukunft, die Klärung einer Schuldfrage wird nicht angestrebt.
Informiertheit:
Notwendige Informationen müssen eingeholt werden, damit allen Beteiligten die Tragweite und Konsequenzen von Entscheidungen klar sind.
Wenn nötig, werden neben unseren Immobilienspezialisten weitere Experten (Rechtsanwälte, Steuerberater…) beigezogen.
Offenheit:
Alle entscheidungsrelevanten Informationen müssen offen gelegt werden.
Vertraulichkeit:
Informationen oder Erkenntnisse aus den Gesprächen werden nicht ohne ausdrückliche Zustimmung aller Beteiligten weiter gegeben.
Aufgaben der Mediatorin /des Mediators
Struktur und Prozess:
Die MediatorInnen tragen die Verantwortung für Struktur und den Prozess der Verhandlungen, nicht aber für die Inhalte.
Neutralität:
Die MediatorInnen bleiben stets neutral, ergreifen für keinen der Beteiligten Partei.
Klärung von Sachfragen:
Mediation ist keine Therapie! Besprochen werden ausschließlich Sachfragen, die MediatorInnen richten die Verhandlungen auf die Zukunft aus.
Schweigepflicht:
Die Inhalte der Gespräche werden vertraulich behandelt.
Mediationsvereinbarung:
Die gemeinsam gefundenen Lösungen werden vom Mediator bzw. von der Mediatorin in Form einer Mediationsvereinbarung, die alle TeilnehmerInnen mit ihrer Unterschrift bestätigen, festgehalten
Mediation ist also eine gemeinsame Suche nach Lösungen unter externer Gesprächsleitung. In einer ersten Sitzung wird die Frage geklärt, ob Mediation das geeignete Verfahren zur Lösung des sich anbahnenden oder bereits bestehenden Konflikts ist. Schließlich werden die betroffenen Personen, die an den Sitzungen teilnehmen, definiert, sowie Dauer und Kosten des Verfahrens besprochen.
© Mag. Katharina Schreiner